Schlussstriche zieht man nicht mit Bleistift.

(Quelle: postmortem-promises, via minusgold)

25.05.12
237

tag eins;

dinge, die ich verschiedenen menschen mitteilen möchte.

dies soll keine erklärung sein. denn, ich bin dir in nichts schuldig geblieben.
die roten flecken zu meinen füßen waren von deinen spitzen worten besiegelt, und mein unaufhaltsamer fall achtlos aus deinen taten gesprossen- viel zu lange glaubte ich an die wahrheit in dir, an schönheit und vor allem; an liebe.
nein, ich bereue es nicht und selbst wenn es in meiner macht läge dies zu tun; nichts würde ich ungeschehen machen.
all die tage voller schwärze und herzblut, sie haben mich verändert- bis ich irgendwann meine augen öffnen konnte, genau wie deine doch nur so dahin geschmierten worte prophezeit hatten;
eines tages erkenn ich dich und werf alles hin..
lange zeit war ich in deiner eisernen umklammerung gefangen, die du doch selbst nicht halten wolltest- sicher hat mein klebriges blut an deinen händen die schaniere zum rosten gebracht- doch nun, ich bin frei.
ich habe leben gelernt. habe gelernt, mich abzugrenzen. wenn auch nicht von dem rest der menschen die meine augen aushacken und verstecken wollen, jenen, die mir schaden zufügen- ich habe mich distanziert, von dir.
zugegeben steckte vorerst angst in meinen taten, triefend und stechend- und doch, ich habe erkannt; ich brauche dich nicht für mein glück, und was noch viel wichtiger war einzusehen- ich muss dir nicht gefallen.
meine harmoniesucht hat mich in die ecke getrieben, doch; du hast mich dort niedergeschlagen.
den dreck, denn du doch immer vergnügt an meine wunden fersen hängtest; es war nicht meine schuld, mein mädchen.. und unsere vergangenheit ist genug, dir nie wieder in diese augen zu sehen.
bitte versuche nicht wieder in mein leben zu treten, ich weiß unsere bindung war zu stark um vollends erloschen zu sein.
du warst das mädchen meiner seele, welche du nur leider in all den stunden der hoffnungslosigkeit zerfetzt hast.
das mädchen, dem ich mein leben geschenkt habe..
im grunde war es glück, dass du es von dir geschleudert hast.

an meinen zukunftsschimmer.
ich sehe liebe in dir, und was ich fühle durch dich, ist hoffnung.
verzeih mir meine worte, verzeih mir meine gehässigkeit- ich habe dir mein glück vertrauensvoll in jene starken hände gelegt.
für das erste mal in all den jahren bin ich sicher- und ich weiß, du wirst da sein. dieses vertrauen in die zukunft ist so wertvoll für mich.
danke, mein liebster.

niemals wird es enden, meine schwester. du bist der pulsierende takt meines herzens.

bitte, lass es nicht verloren gehen.. siehst du, wie es treibt, taumelt, fast ertrinkt?
es zerreißt mich!

trotz deiner nähe fühle ich mich einsam, und ich habe angst vor der zwischenzeitlich auflammenden distanz zwischen unseren fingern.
ich habe uns beide abhängig gemacht- verzeih mir meinen schmerz, denn ich kann nicht anders fühlen. das ‘uns’ wird sicher bleiben.. doch spürst du, nicht wir, sondern ich stehe am ende..



25.05.12
2
weil meine rippen unter der last der unausgesprochenen worte brechen- nichts wünsche ich mir mehr, als wieder den pfad zum schreiben finden zu können.. mich dort endlich wieder in die warmen arme verschleierter wortwelten sinken zu lassen..meine seele, sie soll wieder atmen- viel zu lang liegt sie nun schon erstickt in den stricken gnadenloser verpflichtungen... ich will es wieder fühlen können.

weil meine rippen unter der last der unausgesprochenen worte brechen- nichts wünsche ich mir mehr, als wieder den pfad zum schreiben finden zu können.. mich dort endlich wieder in die warmen arme verschleierter wortwelten sinken zu lassen..
meine seele, sie soll wieder atmen- viel zu lang liegt sie nun schon erstickt in den stricken gnadenloser verpflichtungen.
.. ich will es wieder fühlen können.

24.05.12

nicht.gut.genug.

was ich jetzt denke?

meine lippen sind zu staubig, um auch nur ein wort hervorzupressen.
alles stolpert und kreischt in mir
und jeder atemzug durchschlägt die rippen wie ein eiskaltes messer..
auch nicht mehr das, was es mal war..
ich sehe, wie sich mein leben aus den angeln hebt,
kontrolllos umherwirbelt
mühsam aufgebaute kartenhäuser zerschlägt, trümmer reißt
eine schneise aufgewirbelten drecks hinter sich lässt, der mir peitschend in die seele springt
und sich dort ausbreitet- es wird schwerer, frei zu atmen
warten auf den absoluten stillstand - nullpunkt-
denn es soll nur aufhören, nur still sein
..
ich fühle mich leer im innern.
hab mein eigenes leben verschenkt, es zerdehnt und geleiert, zerrissen und geschnitten, gekürzt und verschoben
wollte es passend machen
und habe nur mich selbst dabei aus dem blick verloren- denn dieser hing ja schon an dem boden zu euren füßen
jene füße, die ihr mir nun in mein gesicht drückt
und dabei schreit
und dabei fordert
ich taumel in zeitlupe- seht ihr mich fallen?

24.05.12
2

i killed hope, but you buried it.

20.05.12
du bist die liebe, die durch mein herz pulsiert- und immer wird es so sein.

du bist die liebe, die durch mein herz pulsiert- und immer wird es so sein.

09.05.12

die zittrigen hände im schoß verkrampft,
den blick starr gen boden gerichete dasitzen
leises schluchzen, drücken in der kehle- zerren, kratzen
mag sein, dass es lieblos erscheint, doch einst erblühte hier herzblut.
jene forderungen machen mich krank,
all die vorwürfe, die ihr mit treffsicheren würfen an meinen schädel schmettert-
herzförmige platzwunden, die sich still-schmerzvoll ergießen
es fängt mich ein, umwirft mich mit ketten
diese last- sie ist zu groß- auf meinen schultern- sie werden brechen!
wieder beginnt die welt pausenlos schneller werdend zu rotieren- oder drehe nur ich mich?
der hilflose schrei gleich kaum noch einem keuchen
still wimmernd niedergehen
kalte nachtluft, die mich umfängt, aufnimmt
und die angst, sie wächst von tag zu tag,
vielleicht, irgendwann werde ich nicht mehr aufstehen
überfordert den kopf senken und einsamkeit sehnen
euer kreischen zerfetzt mein hirn!

09.05.12

farbenblind:

Ich trage Geheimnisse in meinem Herzen, die deines brechen könnten.

08.05.12
55

selbstverlust

ich bin so gefüllt mit leben, dass es aus mir herausquillt;
mein herz zerdehnt und die adern zum platzen bringt
der druck von innen, das zerren von außen
die zurufe in zeitlupenartigen tonfall gedehnt;
nicht ein wort begreife ich .
alle die menschen, die mein leben füllen
und jene aufgaben, die es zum überlaufen brachten
ich spüre den bitteren verlust an qualität;
das atmen schmeckt nunmehr staubgetränkt, die stimme rauchig schwer, der blick in die stille leere gerichtet .
zu viel der wünsche brachten mich zum freudigen taumeln
und zu viel der forderungen schließlich zum fall;
meine knie sind aufgescheuert von dem rutschen zu euren füßen;
ich will doch nur, dass ihr glücklich seid.

08.05.12
2

ich habe zwar unsere geschichte zerschlagen, doch deine briefe aufgehoben.

08.05.12

auf stetiger suche nach uns selbst, nach dem gefühl anzukommen, geborgen, zuhause zu sein
unsere füße geschwollen und wund von den kiesbeflächten wegen, grasbewachsenen, wurzelverhängten pfaden
die zum vermeintlichen selbst uns doch nur ferner von uns selbst trugen;
die peitschenden dornenranken in unseren fesseln, die wir tapfer ertrugen,
die unsere haut und die kraft zerissen,
den willen, den zitternden körper aufrecht zu erhalten, standhaft zu gehen
vielleicht liefen wir im kreis und erkannten die wiederholungen nicht
sahen nur, wir kommen nie an
unsere blicke schweifen an den horizont, denn dort liegt sicher unser glück
doch er verschiebt sich, mit jedem stück, das wir hinter uns kämpfen
mit jedem neuen dornenhieb, jedem neuen stein, der sich in die aufgescheuerten sohlen bohrt
wann sind wir einmal stehen geblieben?
wann haben wir geatmet und inne gehalten?
- sicher selten
dabei sollten wir doch gerade dies tun
denn,
unser wahrhaftiges selbst, das vollkommene ich, dem wir alle nachstreben;
liegt dies nicht gerade in jeden stillen, einsamen momenten?
wenn wir aufhörten das ziel in die weite zu projezieren und stattdessen einmal, ein einziges mal in uns horchten
ich bin sicher man hört den stillleisen klang säuslnd flüsternder worte
die sagen
ich bin doch hier, hier bei dir
warum wanderst du weit um mich zu finden?
die ganze zeit, ich flüstere zu dir, bin der wind in deinen haaren, das pochen in deiner brust
ich behüte dich, möchte doch nur, dass du vertraust
..
doch vielleicht, ja vielleicht muss man ja laufen
muss unentwegt suchen, erfolgslos
um dann schließlich doch, mehr auch erschöpfung als aus einsicht niederzugehen und zuzuhören
auf deinen knien, es liegt in dir
dein eigenes glück
die vollkommenheit
dies alles bringt nicht die liebe, die anerkennung, die bestätigung durch die außenwelt;
nur die liebe, die in dir ist
nur sie wird dich vollkommen machen
und sie ist in uns allen, im tiefsten der seele
atme frei
und lausche still
ich bin sicher, du wirst es fühlen .

08.05.12
3

a ripped out page
that no one read

with all the words
i wished i said

26.04.12

bis es schuldtriefend aus unseren händen tropft;
bis unsere genicke im takt jenes stummen liedes brechen, das nur wir kennen
leise schwankend in berauschten kreisen drehen, stolpern, stocken, still stehen
die momente wie in zeitlupe hinwegziehen sehen,
knochige finger nach ihnen strecken, die kuppen am heißen dunst der brennenden straßen vergangener zeiten verbrühen
nebelschwaden, die vorüberziehen.
versuchen, sie zu verscheuchen, auszuschließen-
doch umschleiert werden, eingedeckt
ein abschiedswort, ein flehen, ein lächeln, ein schrei
alles, nichts
und schließlich der aufschlag auf staubigem boden
du bist wieder zuhause denken
und die nackte leere fühlen .

24.04.12
2

ich muss b e s s e r werden.

24.04.12

ich wünsche mir für dich,

dass du durch türen kommen kannst, ohne das gefühl, erwartungen erfüllen zu müssen;

dass du dich in räumen bewegen kannst, ohne die hemmung fremd zu sein;
dass du tust was du möchtest, ohne die bedrückung, jetzt müsste ich mich eigentlich so verhalten;
dass du lachen, weinen, schreien oder schweigen kannst, in der gewissheit wie auch immer du bist angenommen zu sein.

ich wünsche mir die gabe und die behutsamkeit dazu, ein kleines stück beitragen können.

(gudrum calijara)

15.04.12